Valentin Luke Stehling

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Über mich

Licht, das Räume verwandelt

Ich baue Lichtkunst, die man fühlt, bevor man sie versteht: schwebende LED-Planeten, Bühnenlicht, das mitatmet, Installationen, vor denen Leute einfach stehen bleiben. Von der ersten Skizze bis zur letzten Lötstelle entsteht alles selbst – inklusive der Steuerungssysteme, die ich für jedes Projekt neu programmiere.

Auf Festivals wie Fusion, Skalar und Bucht der Träumer habe ich Bühnen gebaut, Lichtkonzepte entwickelt, ganze Floors mit LED-Installationen bespielt und live als VJ performt. Mit dem Kollektiv Hampelkammer war meine Arbeit zuletzt als öffentlich gefördertes Kunstprojekt in zwei Berliner U-Bahnhöfen zu sehen. Für Clubs, Events und Räume entwerfe ich komplette Lichtkonzepte – von der Idee über den Bau bis zur Steuerung, maßgeschneidert auf den Ort und das Gefühl, das dort entstehen soll.

Du hast einen Raum, eine Bühne, eine Vision? Lass uns etwas Großes bauen.

Lichtinstallationen Bühnendesign & VJing Maßgefertigte LED-Objekte Festival-Produktion
Installationen 2026

Cosmic Sinkhole

Ein kleines Universum zum Verlieren: 32 schwebende Planeten, über 4.600 LEDs und ein Disco-Ringknoten im Zentrum – aufgehängt zwischen zwei Bäumen im Wald.

Cosmic Sinkhole ist ein kleines Universum, in dem man sich verliert. Der Name ist Programm: Wer darunter steht, wird eingesogen und bleibt. Der Tanz der Lichter zieht dich hinein, bis der Rest der Welt für einen Moment verschwindet.

32 einzeln gebaute Planeten schweben in drei konzentrischen Umlaufbahnen, angetrieben von über 4.600 adressierbaren LEDs. Kein Planet gleicht dem anderen: Jeder ist von Hand marmoriert und bemalt, jede Acrylscheibe anders gefärbt – ein Feld aus lauter Unikaten, das je nach Blickwinkel und Effekt völlig neu wirkt. Über die drei Orbits laufen Lichter, kreisen, driften und lösen sich ineinander auf.

Im Zentrum sitzt der Ringknoten – die Sonne dieses Systems. Ein großer Diskoball-Kern, den Tina Reuter (Hampelkammer) in Kleinstarbeit Stein für Stein mit Diskokugel-Spiegeln beklebt hat. Umspielt von Nebel und wanderndem Scheinwerferlicht wirft er Tausende Reflexionen in den Raum und gibt der Installation ihr pulsierendes Herz.

Getragen wird das alles – rund 80 kg – von Stahlseilen, die zwischen zwei Bäumen gespannt sind. Ein 1-Meter-Stahlkreis bildet das konstruktive und technische Herz: Hier sitzt das „Brain“, von hier laufen die Kabel sternförmig nach außen zu den einzelnen Planeten, und der 3-Meter-Außenkreis ist über Stahlseile an einem zentralen Punkt angebunden. Die eigentliche Herausforderung lag über unseren Köpfen: Um die tragenden Seile in über zehn Meter Höhe in die Astgabeln zu bekommen, haben wir sie mit einer großen Steinschleuder hinaufgeschossen – die Bäume mit Baumschlaufen geschützt, das komplette Rigging gemeinsam mit einem Industriekletterer und seinem Equipment abgesichert. Ob das alles so funktionieren würde, war vorher nicht sicher. Weil ich das Gestell aber im Vorfeld auf dem Dachboden meiner Eltern komplett aufbauen und durchtesten konnte, liefen Auf- und Abbau vor Ort dann reibungslos.

Angesteuert wird Cosmic Sinkhole über vier WLED-Controller per Art-Net, dazu zwei DMX-Scheinwerfer und ein steuerbarer Diskomotor, der den Ringknoten in Bewegung hält. Die Installation ist modular aufgebaut und lässt sich an unterschiedliche Räume und Anlässe anpassen – ob Wald-Dancefloor, Club oder Ausstellung.

Traumraum Alt-Mariendorf – schwebende LED-Planeten in der U-Bahnhof-Vitrine
Traumraum Alt-Mariendorf – Web-Oberfläche für die Lichtshow
Traumraum Alt-Mariendorf – Web-Oberfläche für die Lichtshow
Traumraum Alt-Tempelhof – verspiegelte Vitrine mit schwebenden Planeten
Traumraum Alt-Tempelhof – verspiegelte Vitrine mit schwebenden Planeten
Traumraum Alt-Tempelhof – verspiegelte Vitrine mit schwebenden Planeten
Installationen 2026

Traumraum

Zwei leuchtende Mini-Universen in Berliner U-Bahnhöfen: schwebende Planeten in alten Schaukästen, die den Alltag der Fahrgäste für einen Moment in eine kleine Galaxie verwandeln.

Traumraum ist ein urbanes Kunstprojekt, das ich für das Hampelkammer Kollektiv umgesetzt habe – gefördert von der Dezentralen Kulturarbeit im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Aus zwei alten Schaukästen in den U-Bahnhöfen Alt-Mariendorf und Alt-Tempelhof wurden über den Sommer 2026 zwei kleine Galaxien mitten im Alltag der Fahrgäste. Zwei Vitrinen, zwei eigenständige Installationen – ein gemeinsamer Gedanke: für einen Moment aus dem Warten auf die U-Bahn in ein anderes Universum eintauchen.

Alt-Mariendorf

Die Mariendorfer Vitrine – 3,20 m breit, 1,36 m hoch, 1 m tief – füllt sich mit 16 schwebenden Planeten und zwei Spots. Ein Raspberry Pi steuert die Szenen in Echtzeit über Art-Net DMX, 3D-Mapping gibt dem Ganzen räumliche Tiefe. Was aussieht wie ein zufälliges Funkeln, ist ein präzise choreografiertes Farbspiel.

Das Besondere: Die Installation lädt zum Mitmachen ein. Wer davorsteht, scannt einen QR-Code, verbindet sich automatisch mit dem WLAN vor Ort und landet auf einer kleinen Hampelkammer-Seite. Dort warten drei Lichtshows von drei Berliner Künstlern – der passende Sound läuft dabei direkt über das eigene Handy.

Alt-Tempelhof

Die Tempelhofer Vitrine ist von allen Seiten verspiegelt – und das ist ihr ganzes Geheimnis. Sieben Planeten, angetrieben von einem ESP32, schweben darin durch acht Lichteffekte. Doch weil sich die Spiegel endlos ineinander werfen, verschwinden Boden und Wände: Aus sieben Planeten werden scheinbar hunderte, die sich in alle Richtungen ins Unendliche staffeln. Ein kleines Fenster, hinter dem ein grenzenloser Kosmos liegt – ein Erlebnis für Jung und Alt.

Außenmaße: 2,03 m hoch, 2 m breit, 1 m tief.

Gudrun — Little G, LED-Planet
Gudrun — Little G, LED-Planet
Gudrun — Little G, LED-Planet
Festival-Totems & Objekte 2025

Gudrun — Little G

Der kleine Planet, mit dem alles anfing: 145 frei programmierbare LEDs.

Little G ist ein kleiner LED-Planet mit 145 frei programmierbaren WS2812B-LEDs – ursprünglich als Geschenk für einen Freund gebaut. Aus diesem einen Planeten wurde der Grundstein für alles, was danach kam: die Totems, die Traumräume, Cosmic Sinkhole. Jeder große Planet trägt ein Stück Little G in sich.

Davids Totem, nachts über der Menge im Wald
Davids Totem im Einsatz auf einer Festivalbühne
Disko-Hand mit dichromatischem Kristall, Nahaufnahme
Selbstentwickeltes Steuerpult mit Reglern
Davids Totem während des Aufbaus in der Werkstatt
Festival-Totems & Objekte 2025

Davids Totem

Ein maßgeschneidertes Festival-Totem, gebaut, um die Welt zu bereisen: eine Disko-Hand mit leuchtendem Kristall, drehbar und mit hypnotischen Lichteffekten – gesteuert über ein selbstentwickeltes Pult.

Davids Totem ist eine Auftragsarbeit – und ein Paradebeispiel dafür, wie aus einer Idee ein fertiges, reisefähiges Objekt wird. David kam nach dem Closing des Skalar Festivals 2025 auf mich zu: Er wollte ein Totem, das ganz ihm gehört. In zwei Runden habe ich ihm drei konkrete Entwürfe vorgestellt, gemeinsam haben wir uns für eine Skizze entschieden – und dann habe ich sie für ihn gebaut.

Das Totem muss mit David reisen, rund um die Welt. Die Vorgabe war also klar: leicht, zerlegbar und robust – und trotzdem mit starken, bunten Effekten, die auf dem Dancefloor sofort auffallen. Herzstück ist eine Disko-Hand, gekrönt von einem dichromatischen Kristall, in dem zwei High-Power-LEDs stecken. Darunter ranken sich mehrere Meter adressierbarer LED-Strings.

Der eigentliche Kniff steckt in der Bewegung: David dreht sein Totem gern – und die Lichteffekte sind genau darauf abgestimmt. Durch die Rotation der Strings entstehen Muster, die ineinanderlaufen und teils regelrecht hypnotisch wirken.

Gesteuert wird alles über ein selbstentwickeltes Pult mit Farbwahl, Helligkeitsregler, Effektwechsler und Reglern für Intensität und Geschwindigkeit – so hat David seine Lichtshow jederzeit selbst in der Hand. Ein integrierter Akkuhalter macht das Totem völlig autark.

Vom ersten 3D-Entwurf bis zum letzten Bauteil ist alles in meiner eigenen Werkstatt entstanden: 3D-Druck, Lasern, eine eigens entworfene Platine für die Steuerung und die passende Software dazu. Ein Objekt, das genau einer Person gehört – und mit ihr um die Welt zieht.

Spaceship Cockpit — Fusion, mobile Bühne im Raumschiff-Design
Spaceship Cockpit — Fusion, mobile Bühne im Raumschiff-Design
Kollektiv-Arbeiten 2024

Spaceship Cockpit — Fusion

Eine mobile Bühne im Raumschiff-Design: ein Cockpit, das an einen Übersee-Container andockt, mit Flügeln, die auf Linearmotoren in die Höhe fahren.

Für die Fusion 2024 habe ich mit dem Kollage Kollektiv in einer gemeinsamen Session eine mobile Bühne im Spaceship-Design entwickelt. Mein Part war vor allem das Cockpit: eine Konstruktion, die an einen Übersee-Container andockt und sich für den Transport in handliche Teile zerlegen lässt – verstaut wird alles im Container selbst. Aufgebaut wird das Raumschiff über Linearmotoren, die die Flügel aufstellen; im Betrieb können sie auf- und abfahren und bringen Bewegung in die ganze Bühne.

Das Spaceship ist eine echte Spielfläche: Bühne für Live-Performances aus Schauspiel und Akrobatik, DJ-Kanzel im Cockpit – und darunter, zwischen den Flügeln, wird getanzt.